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Svens Modellbahnseiten

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Steuerwagen als Kamerawagen  

Schon vor einigen Jahren hat mich ein eigener Kamerawagen, für den Einsatz auf der eigenen Anlage und für den Ausstellungsbetrieb auf der Anlage der IG-Modellbahn, interessiert. Allerdings waren und sind alle kommerziell zu erwerbenden Wagen total überteuert und mit unnötiger Elektronik vollgestopft, die man nicht benötigt.

Das Prinzip des hier vorgestellten Kamerawagens ist relativ simpel, allerdings sollte man trotzdem einige Grundkenntnisse der Elektronik beherrschen.

Benötigte Komponenten:

Funkkamera (Kamera mit integriertem Sender und Empfänger) gibt es bei Ebay, oder div. Elektronik Onlineshops ab 65€
Silberling-Steuerwagen (Roco) 1:100 bei großen Radien auch 1:87 exakt
4 Mignon Nimh Akkus 2100mAh
2 Stück 2-fach Batteriehalter
Schalter 
Sicherung 100mA Superflink
Schnelle Schottkydiode 1A

 Schoenblick_1
                                                                                   

Abb.1: Blick aus dem Kamerawagen 

Zuerst wird der Wagen zerlegt. Das Gewicht sollte man herausnehmen, da es zum Einen den Sender Abschirmt und zum Anderen die Akkus mehr als genug Gewicht haben. Jetzt muss man noch für eine klare Sicht der Kamera sorgen. Dafür muss man das Mittelfenster heraustrennen und die Kamera dahinter positionieren.

An den meisten Kameras ist ein Anschluß für 9V Batterien vorhanden. Dieser Anschluß inklusive der Verdickung in der Kamerazuleitung muss entfernt werden. In dem dicken Teil des Kabels befindet sich eine Spannungsstabilisierung auf 5V. Nur so ist eine 9V Versorgung möglich. Allerdings macht diese Schaltung mit ihrem schlechten Wirkungsgrad eine Verwendung von Akkus zunichte. Nach dem Entfernen ist die Kamera direkt an die Batteriehalter anzuschließen. ACHTUNG unbedingt die korrekte Polung beachten, siehe Schaltbild. Ebenso dürfen NUR! Akkus verwendet werden, da die verwendeten C-Mos-Kameras einen Betriebsbereich von 4V-5,5V haben, dieser darf keinesfalls überschritten werden! Bei ausschließlicher Verwendung von Akkus ist ein sicherer Betrieb immer gewährleistet. Die Versorgung aus Akkus habe ich deshalb gewählt, da so kaum Störungen aus der Fahrspannung, die bei Digitalbetrieb sehr stark sind, auftreten und so erheblicher Schaltungsaufwand zur Filterung der Spannung vermieden wird, außerdem wäre kein Analogbetrieb möglich.   Mit den o.g. Akkus ist ein Kamerabetrieb über 10h kein Problem, da der Stromverbrauch von Kamera und Sender ohne Stabilisierungsschaltung sehr niedrig ist.

Der nachfolgende Schaltplan zeigt den Anschluss der Kamera im Steuerwagen.   

Kamerawagen                                                                                                              

Den Umbau zeigen nun die folgenden Bilder.

PDRM0129_1 PDRM0136_1

Der Roco Silberling

Schalter im Boden

PDRM0135_1 PDRM0133_1

Kamera im Steuerabteil

Batteriehalter im Wagen

Viel Spaß beim Nachbau!

Hier sehen Sie eine Fahrt mit dem Videowagen.

Veröffentlicht in Kamerawagen
Universelles Kontaktgleis für das Märklin-System

Immer wieder tauchen in Modellbahnforen, oder bei befreundeten Modellbahnern Fragen auf, wie durchfahre ich ein Signal in Gegenrichtung, ohne es auf Fahrt stellen zu müssen?

Dazu gibt es 1. die Möglichkeit Signal und Fahrspannungsabschaltung, bzw. Aktivierung eines Bremsbausteins zu trennen und die Zugbeeinflussung durch ein extra Relais zu steuern. Das Zusatzrelais wird entweder von der PC-Digitalsteuerung entsprechend betätigt, oder von Hand, oder mittels richtungsabhängiger Schaltgleise.

Diese Schaltgleise haben aber 2 gravierende Nachteile: Sie sind teuer, lassen sich nur schwer nachträglich einbauen und verursachen bei vielen Fahrzeugen Kontaktschwierigkeiten, so dass Loks stehen bleiben. Was gerade bei Digitalbetrieb sehr unbefriedigend ist!

Deshalb entstand die Idee ein universelles Kontaktgleis zu entwickeln, welches sich an jeder beliebigen Stelle der Anlage nachträglich einbauen lässt.

Grundidee ist bei Version 1 und 2 eine kleines Kontaktplättchen neben, oder zwischen den Pukos anzubringen. Das Kontaktplättchen muss so justiert werden, dass es vom Mittelschleifer zuverlässig kontaktiert wird, diesen aber auch nicht abhebt und so zu Kontaktstörungen kommt. Diese Arbeit erfordert etwas Geduld ist aber gut machbar!

Universelles Kontaktgleis Version 1

Die Schaltung ist relativ einfach aufgebaut. Versorgt wird die Schaltung mit 12V= - 16V=, diese Spannung kann man einfach mittels Brückengleichrichter und einem Elko von 100µF aus einem Modellbahntrafo erzeugen.

Die Versorgungsspannung wird an Klemme KL3 Pin 1 und 2 angeschlossen (Nur Gleichspannung!) an Klemme 1 steht ein Potentialfreier Schließerkontakt für Schaltaufgaben zur Verfügung.

Klemme 2 bildet mit dem nachfolgenden Optokoppler das Herzstück des Universellen-Kontaktgleises. KL2 Pin 2 wird mit der Fahrspannungs-Masse / Schienenmasse verbunden (Außenschienen). KL2 Pin 1 wird mit dem o.g. Kontaktplättchen im Gleis neben den Pukos verbunden.

Zur Funktion: 

Stellt nun ein Fahrzeugschleifer den Kontakt zwischen dem Plättchen und den Pukos her kann durch die LED des Optokopplers ein Strom fliesen. Dadurch wird der Fotorransistor aufgesteuert und der Elko C1 wird über R1 auf die Versorgungsspannung aufgeladen, gleichzeitig schalten T1 und T2 durch und das Relais zieht an. Über das RC-Glied C1 und R4 und R5 entlädt sich der Kondensator wieder. mit R4 und R5 kann die Schaltzeit variiert werden. Die Einschaltdauer des Relais lässt sich durch die vereinfachte Formel; T=R x C näherungsweise berechnen. Beispiel: 60kOhm x 100µF = 6 Sekunden! 

So einfach und genial diese Lösung erscheint hat sie leider auch einen Nachteil! Wird schnell gefahren ist der Impuls der durch den Schleifer ausgelöst wird zu kurz, so dass der Elko nicht völlig geladen wird, wodurch die Schaltdauer natürlich verkürzt wird. Auch variieren die Kontaktqualitäten mancher Schleifer. 

An einigen Stellen funktioniert diese Variante sehr gut, an anderen nicht so gut. Deshalb habe ich Version entwickelt!

Hier sind die benötigten Daten zum Nachbau der Version 1 hinterlegt: Schaltplan, Layout und Bestückungsplan

Universelles Kontaktgleis Version 2

Diese stark verbesserte Variante benutzt ebenfalls das Kontaktplättchen und wird wie Version 1 angeschlossen. Die Verarbeitung des Kontaktimpulses erfolgt nach dem Optokoppler allerdings mittels des kleinsten Controllers von ATMEL, dieser µC kostet gerade mal 1,-€ und ist mit einer einfachen Firmware in der Lage die gewünschte Funktion 100% zuverlässig umzusetzen. Auslöseprobleme wie in der 1. Version gibt es hier keine mehr, da der µC auf kürzeste Impulse reagiert und immer für die gleiche fest programmierte Zeit das Relais aktiviert. 

Auf meiner Anlage haben sich 20-30 Sekunden bewährt. Vorher darf natürlich kein Zug in der Gegenrichtung folgen!

Hier sind die benötigten Daten zum Nachbau der Version 2 hinterlegt: Schaltplan, Layout und Bestückungsplan

Das Hex-File für den µC gibt es auf Anfrage per Mail. Fertig programmierte Controller wären auch auf Anfrage möglich, gegen Aufwandsentschädigung versteht sich.  

Im Schaltplan steht noch der µC ATtiny 12, verwendet wird aber inzwischen der Typ ATtiny 13, der sich besser in Hochsprachen programmieren lässt.

Die verwendeten Relais finden sich bei Reichelt. Es gibt aber sicher noch einige andere die passen. Es sollte daher immer die Pin-Belegung überprüft werden, damit das Relais auch auf meine Platinen passt.

Nun wünsche ich viel Spaß beim Nachbau meiner Siganlüberbrückung.

Bilder und Anschlussschema folgen!

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