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Remotorisierung einer Märklin Hobby BR 185.2


Motorumbau

Nun geht es daran, der Lok passable Fahreigenschaften zu verleihen. Dies ist trotz des guten Decoders nicht leicht, da Märklin in diesen Loks einen sehr einfachen Motor verbaut. Die besten Ergebnisse konnte ich mit den folgen CV Werten erreichen:

L 001 003 Lokadresse
L 002 001 Anfahrspannung
L 003 080 Beschleunigungszeit
L 004 050 Bremszeit
L 005 200 Höchstgeschwindigkeit
L 006 088 Mittengeschwindigkeit
L 007 255 Versionsnummer
L 008 151 Herstellerkennung
L 013 000 Analog Modus F1-F8
L 014 001 Analog Modus FL F9-F12
L 017 194 Erweiterte Lokadresse
L 018 154 Erweiterte Lokadresse
L 019 000 Verbundadresse
L 021 000 Consist Modus F1-F8
L 022 000 Consist Modus FL F9-F12
L 027 028 Bremsmodus
L 028 000 BIDI Konfiguration
L 029 038 Konfigurationsregister
L 031 016 Index-Register H
L 032 000 Index-Register L
L 049 019 Erweiterte Konfiguration 1
L 050 003 Analog Modus
L 051 000 Lastregelung I langsamfahren
L 052 016 Lastregelung K langsamfahren
L 053 095 Reglungsreferenz
L 054 002 Lastregelung Peram.K
L 055 018 Lastregelung Peram.I
L 056 255 Regelungseinfluß
L 066 128 Vorwärts Trimm
L 095 128 Rückwärts Trimm
L 112 039 Blinkfrequenz
L 113 050 Power Fail Bypass
L 124 016 Erweiterte Konfiguration 2
L 125 030 Anfahrspannung Analog DC
L 126 130 Höchstgeschwindigkeit Analog DC
L 127 050 Anfahrspannung Analog AC
L 128 150 Höchstgeschwindigkeit Analog AC
L 132 080 Grade Crossing Hold Time
L 246 000 Automatisches Entkuppeln Geschwindigkeit
L 247 000 Entkuppeln Abdrückzeit
L 248 000 Entkuppeln Andrückzeit
L 253 000 Konstanter Bremsmodus
L 254 000 Konstanter Bremsweg

Leider kann mich das Fahrverhalten nicht überzeugen. Die Lok fährt zwar ruckfrei los ruckelt dann aber leicht und sichtbar im unteren Fahrstufenbereich auch im oberen Fahrstufenbereich lässt sich ein ungleichmäßiges Fahren feststellen. Auch nach einem mehrstündigen Einstell-Testmarathon waren keine Verbesserungen zu erreichen. Lediglich das Ruckeln lies sich in andere Fahrstufenbereiche verlagern.

Auf Steigungen kann man trotz Lastregelung einen Geschwindigkeitseinbruch schon mit einem Zug gebildet aus nur 2 Taschenwagen auf der 2,5% Rampe feststellen.

Damit war der Entschluß gefasst, die Lok bekommt einen neuen zeitgemäßen Motor, wie bereits bei der V80 auf meiner Homepage beschrieben.

Die Wahl fiel auf einen Bühlermotor mit 5-poligem Anker und 2 Wellenenden, wie er bei Respotec für 8,90€ zu bekommen ist. Motortyp: Motor 1.16.011.303 [Mo 16303]

Da der Motor größer als der Originalmotor ist, muss die Lok auf die Fräsmaschine.

Dazu wird alles ausgebaut was im Bereich des Antriebes liegt.

Die Lok wird nun mit Gummimatten zwischen Rahmen und Schraubstockbacken eingespannt.

Jetzt wird der Platz für den besseren Antrieb geschaffen.

Die Schwungmasse und die Kardanschale wird vom Originalmotor mit einem geeigneten Abziehwerkzeug, z.B. von Fohrmann abgezogen.

Die Schwungmasse muss dann wieder vorsichtig mittels Schraubstock auf die Welle des Bühlermotors aufgepresst werden. Danach kann die Kardanschale auf der gegenüberliegenden Welle von Hand aufgesteckt werden.

Das Ergebniss ist hier zu sehen.

Jetzt kann der Motor eingepasst werden.

Der Motor wird so ausgerichtet, das eine Kardanwelle in Originalzustand verwendet werden kann. Da der Bühlermotor auch länger ist muss die 2. Kardanwelle gekürzt werden, dazu nimmt man am Besten einen scharfen Seitenschneider. Um die beiden Kardenteile wieder verbinden zu können nimmt man eine Aderendhülse, die einen passenden Innendurchmesser hat und entfernt den Kunststoffteil und bearbeitet die endhülse so, daß man ein kleineres Röhrchen erhält.

Jetzt kann die Verklebung der modifizierten Kardanwelle vorbereitet werden. Die Enden der gekürzen Wellen rauht man an den Klebestellen etwas an, ebenso die Hülse im inneren. Jetzt muss noch alles entfettet werden, am Besten geht das mit etwas Spiritus oder Waschbenzin.

Eine ausreichend belastbare Verklebung erreicht man mit einem 2-Komponenten-Kleber, ich habe hier Uhu-plus schnellfest verwendet. Der Kleber härtet schnell aus, lässt aber genügend Zeit um die "neue" Kardanwelle im Probeeinbau zu justieren. Es ist darauf zu achten, das sich die einjustierte Länge nicht mehr verschiebt und ganz wichtig ist es, daß die Welle gerade ist nachdem der Kleber ausgehärtet ist!

Hier ist das Ergebnis zu sehen: Motor, originale und gekürzte Welle

Da nun keine Klemmung mehr möglich ist wird der Motor mit etwas Pattex am Lokboden fixiert und nach Ausrichting evtl. mit wenig Schmelzkleber an beiden Seiten festgesetzt. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, daß man den Motor notfalls bei Bedarf wieder demontieren kann. Ich habe auf den Schmelzkleber verzichtet, der sparsame Auftrag von Pattex und die Fixierung an der Schnittstellenplatine mit doppelseitigem Klebeband sorgen für einen ausreichend festen Halt des neuen 5 poligen Motors.

Hat man sauber gearbeitet kann man sich jetzt einer Lok mit Fahreigenschaften erfreuen, die einer Rocolok mit seidenweichen Laufeigenschaften in nichts nachsteht.

Schade, das diese Loks nicht serienmäßig so ausgeliefert werden!

Wirtschaftlich gesehen lohnt ein solcher Umbau eigentlich nicht. Aber wenn man die Lok günstig bekommt, oder das Modell eben in die Sammlung passt, oder man einfach Spaß am Basteln hat, dann lohnt sich diese Verbesserungsmaßnahme definitiv :-).