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Gestaltung der Gleistrassen Teil 1 "Rosten und Schottern"

Nun ist es endlich soweit, der Landschaftsbau beginnt. Man kann sich zwar darüber streiten, ob nur der Gleiskörper dieser Bezeichnung gerecht, da ja der Rest der Anlage noch offene Spanten aufweist. Aber irgendwo muss man eben mal loslegen.

Zumal gerade dieser Bereich möglichst fertig bearbeitet sein sollte bevor die Oberleitung, Signale und Tunnelportale gesetzt werden.

Im vorangehenden Beitrag im Anlagenrohbau ging es um die Gleisverlegung. Nach ausführlichen Probefahrten und der Behebung einiger Schwachstellen kann es nun weiter gehen.

Da Gleismaterial unterschiedlicher Hersteller verwendet wird mussten zuerst einmal die Schwellenbänder aller Gleise und Weichen eine realistische matte Farbe erhalten. Weder das Grau des Märklin-K-Gleis, noch das Schwarz von Peco- oder Roco-Schwellen entspricht der Realität. Bevor es ans Lackieren ging, wurden zuerst alle verlegten Gleise mit reichlich Waschbenzin entfettet, auf gute Belüftung ist dabei unbedingt zu achten! Danach erhalten die Schwellen mit der Airbrushpistole einen Überzug mit Schokobraun matt von Gunze-Sangyo. Das Ergebnis ist in den folgenden Bildern zu sehen:

Da die verwendete Airbrushfarbe schnell auftrocknet kann man relativ zügig weiter arbeiten, nach ca. 45 Minuten kann man die Schienenprofile mit Rostfarbe spritzen. Dafür wird in die Triplex die feinste Düse, die es gibt eingesetzt, so kann man problemlos mit etwas Übung die Schienenprofile frei Hand einfärben. Gerade an den Kleineisen ergibt sich so ein schöner Farbverlauf, wie man ihn mit dem Pinsel niemals hinbekommt. Auch geht das "Rosten" mit dem Airbrush um ein vielfaches schneller. 

Bei den Weichen sollte man bei beiden Lackierschritten sparsam mit dem Farbauftrag sein, damit die Weichen auch nach dem Lackieren noch leichtgängig sind! Das gilt beim Lackieren aber generell, lieber mehrmals dünn auftragen!

Das Ergebnis der "Rostaktion" sieht man in den nächsten Bildern:

Nachdem man mit den Airbrusharbeiten fertig ist kann man die noch nicht ganz ausgehärtete Farbe ganz gut mit einem Stück Epoxy-Leiterplatte abziehen, dann hat man später weniger Arbeit mit dem Gleisreinigungsgummi. Letzteres sollte man aber einsetzen, wenn der Lack einen Tag durchgetrocknet ist. Nun kann man auch die Mittelleiterkontakte mit einem schmalen Streifen 1000er Schleifpapier wieder freilegen.

Jetzt kann es mit dem Einschottern losgehen! Verwendet wird hier Granit-Schotter von Jehewa. Dieser dunkelt nur wenig nach. Zum Aufbringen des Schotters hat sich ein Kaffesahne-Gläschen bewärt, damit kann der Schotter gut dosiert aufgebracht werden. Die Feinarbeiten, das "Stopfen" und die Ausarbeitung des Schotterbettes muss allerdings mit diversen Pinseln erledigt werden. Es ist darauf zu achten, daß keine Schotterkörner mehr auf den Schwellen liegen! Es hilft auch mal einen Wagen (beim Mittelleitersystem mit Schleifer) über das frisch geschotterte Gleis hin und her zu schieben. Dadurch setzt sich der Schotter noch etwas.

Nachdem der Schotter eingebracht wurde, wird er mit der bekannten Schotterkleber-Mischung verklebt: 1/3. Weißleim (wasserlöslich) + 2/3. Wasser und ein ganz kleiner Tropfen Spühlmittel um dem Wasser die Oberflächenspannung zu nehmen. Jetzt wird diese Lösung mittels Pipette reichlich auf den Schotter geträufelt, wenn möglich sollte man die Schwellen nicht beträufeln. Spezielle Schotterkleber, wie sie angeboten werden sind nach meiner Erkenntnis nicht nötig! Zu mal Latexkleber nicht mehr Wasserlöslich sind, was einem später mal ordentliche Probleme bereiten kann, wenn man mal z.B. eine Weiche austauschen muss. Die Schallentwicklung wird nach dem Schottern auch nicht stärker, wenn man sich an den Aufbau laut meiner Beschreibung in dem Artikel Gleisbau berücksichtigt.

Noch ein Tipp zum Schluß wie man es nicht machen sollte:

Es kursiert auch noch die Meinung der Schotterkleber-Mischung Tapetenkleister beizumischen um teuren Holzleim zu sparen, oder gar den Schotter komplett mit dem Schotter beigemengtem Tapetenkleister zu verkleben. Davon ist ausdrücklich abzuraten!!! Da Kleister hygroskopische Eigenschaften hat wird man bei der Verwendung von elektronischen Gleisbelegtmeldern mit dieser Schottermethode eine Wetterabhängige Belegtmeldung bekommen!

Weiter geht es in Teil 2.


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